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Jubilee Mono SE

Jublilee Mono SE

Um Referenzendstufen zu kreieren muss man die Grenzen der Technologie erkennen und Sie überwinden. Ansonsten bleibt man beliebig und austauschbar.

Octave stellt sich dieser Herausforderung schon lange und hatte gleich mit den ersten Monoendstufen MRE 120 das klassische Gegentaktprinzip komplett überarbeitet und signifikant weiterentwickelt. Damals gelang es erstmals, die bekannten Einschränkungen dieser scheinbar ausgereizten Technologie zu überwinden. Und dieser Ansatz versprach weiteres Potential. Mit der gewonnenen Erfahrung und dem Willen zur Perfektion wurde die Pentoden-Schaltung konsequent weiter optimiert. Auch dieser Prozess zog sich über Jahre hin, bis 2003 monumentale Monoendstufen die Grenzen im Leistungsbereich neu absteckten: die Jubilee Mono. Sie sind die perfekte Ergänzung zum Jubilee Preamp und bis heute ein Dream-Team.
Über die Jahre gewannen wir dank weitergedachter Technologien, neuer Bauteile und der Erfahrung aus tausenden gebauter und gelebter Modelle immer wieder neue Perspektiven. Zudem tauchten im Markt spannende neue Lautsprechermodelle auf. Die Ergebnisse in allen Konfigurationen waren überragend und zeigten die Klasse der Schaltungen. So bewiesen die Mono-Verstärker in allen erdenklichen Kombinationen eindrucksvoll ihren universellen Anspruch.

Aus all diesen Hörerlebnissen – live und mit den weltweit anerkanntesten Lautsprecher-Modellen - konnten wir natürlich weitere Wünsche und Impulse aufnehmen und uns erlauben mit den gewonnenen Erfahrungen, die Überarbeitung der Monoblöcke noch feinfühliger anzusetzen. Dabei stand stets der Wunsch nach noch mehr Mühelosigkeit, einem noch leichtfüßigeren Fluss und glaubhafter Raumabbildung im Mittelpunkt. Der Schlüssel waren wieder Dynamik und Bandbreite. So sollten die SE-Modelle mit grenzenloser Souveränität Autorität vermitteln – ohne Wenn und Aber. Also wünschten wir uns ein wenig mehr als die schon stattlichen 250 Watt der Jubilee Mono. Doch es vergingen noch weitere zwölf Monate, bevor das aufwändige Konzept materialisierte - im gleichen Design und eigentlich nur mit dem kleinen Zusatz SE. Doch die beeindruckenden Werte machen unmissverständlich klar, dass die Jubilee Mono SE die Messlatte vieler Parameter massiv nach oben verschoben hat, gepaart mit Octave typischer, absolut stabiler Leistung, die mit 440 Watt pro Seite den Takt unmissverständlich vorgibt.

Die technischen Anforderungen dafür waren immens. Um dieses Konzept zu realisieren, wurden extrem aufwändige Ausgangsübertrager ersonnen. Das reine Wickeln eines einzelnen Übertragers dauert einen Arbeitstag. Das Netzteil sprengt die klassischen Dimensionen um ein Vielfaches. Ein vernehmliches Ein- und Ausschaltgeräusch ist dem professionellen Schutzrelais (Schütz) geschuldet. Denn natürlich garantieren auch in den eleganten Mono-Endstufen alle Octave typischen Sicherheits-Features für perfekte Absicherung. Das Power Management garantiert das sanfte Hochfahren aller Betriebsspannungen. Das ist auf der einen Seite lebensverlängernd für alle Bauteile, auf der anderen Seite notwendig, um Einschaltströme zu verhindern, auf die eine Haushaltssicherung sofort anspringen würde. Selbst die einmalige Eco Mode-Schaltung wurde realisiert und so schalten sich die Endstufen automatisch in Stand-by, wenn länger als zehn Minuten kein Eingangssignal anliegt. Dabei wird die Hochspannung abgeschaltet und nur die Eingangsstufen stehen noch unter Spannung – ganz audiophil.

Wunderbar einfach und praktisch ist die Bias-Einstellung, wenngleich sie bei insgesamt acht Röhren technisch betrachtet keineswegs trivial ist. Die Einstellung erfolgt über acht Zehn-Gang-Potentiometer (für jede Röhre einen), so präzise, wie auch die Messmimik selber ist. Abgerundet wird der Aufwand mit einer genauen Digitalanzeige auf der Oberseite der Boliden. Dort kann mit einem eleganten Drehschalter jede einzelne Röhre angewählt und auf den richtigen Wert mittels der Potis auf der Rückseite eingestellt werden. Das erleichtert den Tausch einer defekten Röhre genauso, wie den Wechsel des ganzen Röhrensatzes, um zum Beispiel einmal andere Typen ausprobieren zu können. Ein Vorteil, den man in allen Voll-/ und Endverstärkern von Octave genießt, so auch in den großen Monoblöcken. Denn die typische Klang-Charakteristik der Röhren (KT88, 6550, KT120, KT150,…) bietet die Chance, eine individuelle Abstimmung in der Kette vorzunehmen.

Die einzigartige Optik, die elegante Linie und die wertigen Materialien sind nicht nur der Ästhetik geschuldet. Die massiven Materialien auf der Front haben noch einen ganz anderen Hintergrund. Sie dämpfen das Gehäuse nachweislich und verhindern so wirkungsvoll mechanische Resonanzen. Der Materialmix aus den aus dem Vollen gefrästen Aluminium-Wangen und dem wundervollen Stein im Mittelpunkt, ist eine Komposition der Superlative. Spezielle Füße, die sich in langwierigen Testreihen bestens bewährt haben, runden den sicheren und stabilen Stand perfekt ab. Ob massive Lautsprecherklemmen oder vergoldete Anschlüsse, bei den Jubilee Mono SE Endstufen wurde kompromisslos gedacht und nichts dem Zufall überlassen.

Das Ergebnis konnten wir in den unterschiedlichsten Konfigurationen erleben und immer war die Begeisterung überwältigend. Denn die Kraft wird derart kultiviert an die Lautsprecher abgegeben, dass diese Kontrolle und Souveränität eine Natürlichkeit vermittelt, wie wir es bislang noch bei keinem anderen Verstärker gehört haben. Diese Performance geht einher mit einer selten gehörten Schnelligkeit. Die Dynamik der Endstufen ist atemberaubend und lässt jeden Lautsprecher aufblühen. Gleichzeitig widmen sich die beiden Kraftpakete genauso intensiv den ausdrucksstarken und so wichtigen Mitten. Gerade hier sind unsere Ohren extrem sensibel (durch Sprache geschult) und empfinden unnatürliche Klangfarben als sehr störend. Die Natürlichkeit der SE-Version setzt hier eindrucksvoll Maßstäbe. Die fragilen Hochtonsignale fügen sich nahtlos in das Gesamtgeschehen ein und entfalten sich so facettenreich wie der Blick durch ein Kaleidoskop.

Eine Entdeckungsreise durch die Musik mit den Jubilee Mono SE ist aufregend und entspannend wie nie zuvor: absolut zuverlässig, beeindruckend innovativ, klassisch modern und klanglich überragend.

 
Monoendstufe   Jubilee Mono SE
Röhrenbestückung   8 x KT120 / 3 x ECC 82 je Endstufe
Basis Design  
Schiefer oder Labrador Blue Pearl Granit
Aluminium silber oder Aluminium schwarz

  Technische Daten      
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  Ausgangsleistung  
400 W an 4 Ohm, 450W Spitze an 4 Ohm
 
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  Frequenzbereich   10 Hz - 80 kHz / ± 0,5 dB  
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  Klirrfaktor   < 0,1% bei 10 Watt an 4 Ohm  
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  Fremdspannungsabstand   > 103 dB  
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  minimale Lastimpedanz   2 Ohm  
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  Verstärkung/Eingangsempfindlichkeit   + 28 dB / 1,5 V  
  Anschlüsse  

1 x Cinch

1 x XLR Input

 
  Features  

ECO Mode, Bias Adjustment

 
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Bedienungsanleitungen
 
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  Allgemeine Daten      
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  Leistungsaufnahme  
420 Watt Leerlauf, 800W Watt Vollaussteuerung
 
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  Gewicht  
66 kg je Endstufe
 
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  Mitgeliefertes Zubehör  
Netzkabel, 3 Schraubendreher
 
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  Gehäuseabmessungen  
H x B x T = 707 mm x 280 mm x 484 mm
 
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  Geräteabmessungen (in mm)
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  Features
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» BIAS-Messelektronik für die Endröhren
» integriertes Messgerät zur Kontrolle der Endröhren
» elektronische Leistungsvorwahl
» elektronisches Überwachungs- und Sicherungssystem
» elektronische Stabilisierung der Vorstufen- Betriebsspannung
» Einschaltstrombegrenzung
» Netzteil mit je 2 Netztrafos, Gesamtleistung ca. 1 kW
» Netzteil mit den größten, derzeit erhältlichen Hochstrom/Hochvoltelkos
» Klirrfaktor in % bei 10 Watt/4 Ohm im Frequenzbereich von 30 Hz - 20 kHz bei versch. Bias Einstellungen.
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  Kurve 1: Bias optimal justiert | Kurve 2: Bias 10% verstellt | Kurve 3: Bias 30% verstellt
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» Frequenzgang:
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  Der Frequenzgang hat innerhalb von 10 Hz bis 90 kHz nur ± 0,3 dB Toleranz
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» Störsignalspektrum bezogen auf 10 V / 1 kHz Ausgangsspannung:
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  Die FFT-Analyse dokumentiert die extreme spektrale Reinheit des Ausgangssignals. Störungen durch Netzeinflüsse (normalerweise bei 50 und 100 Hz) sind keine vorhanden
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» Verlauf des Klirrfaktors zwischen 30 Hz und 20 kHz:
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  Der Verlauf des Klirrfaktors ist sehr linear und steigt gerade im Tiefbass nur gering an. Die ist nur durch die hochspezialisierten Ausgangstrafos möglich
 
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